Genus Crotaphytus
Zur Gattung Crotaphytus werden momentan  neun Arten, Crotaphytus antiquus Axtell & Webb, 1995, Crotaphytus bicinctores Smith & Tanner, 1972, Crotaphytus collaris (Say in James, 1823), Crotaphytus dickersonae Schmidt, 1922, Crotaphytus grismeri McGuire, 1994, Crotaphytus insularis Van Denburgh & Slevin, 1921, Crotaphytus nebrius Axtell & Montanucci, 1977, Crotaphytus reticulatus Baird, 1858, und Crotaphytus vestigium Smith & Tanner, 1972 gezählt.

Lediglich zwei davon gelangen in Europa regelmäßig in den als Wildfang in den Handel: Crotaphytus collaris und Crotaphytus bicinctores und haben sich in den letzten Jahrzehnten zu beliebten, wenn auch nicht immer leicht zu haltenden bzw. an die künstliche Umgebung im Terrarium leicht zu adaptierende Arten herauskristallisiert.

Systematik:
   Classis:Reptilia
       Subclassis: Lepidosauria
           Ordo: Squamanta
               Subordo: Sauria (Lacertilia)
                   Infraordo: Iguania
                       Familia: Iguanidae
                            Subfamilia Crotaphytinae
                                Genus: Crotaphytus
                                    (Halsbandleguane), Gambelia (Leopardleguane)

Das Verbreitungsgebiet der Gattung umfasst in Mexico die Bundesstaaten, Baja California, Coahuila, Durango, Nuevo Leon, Zacatecas, Tamaulipas, San Luis Potosi und Sonaora, in den USA die Bundesstaaten Utah, Colorado, Kansas, Missouri, Arkansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Oregon, Idaho, California, und Nevada. Drei Arten der Gattung kommen ausschließlich in Mexico vor, eine ausschließlich in den USA und fünf Arten sind sowohl in Mexico , als auch in den USA beheimatet.

Der natürliche Lebensraum von Crotaphytus ist von einer einzigen Ausnahme (Crotaphytus reticulatus) streng an das Vorkommen von Felsen/Gestein gebunden, die Crotaphytus vor allem als Sonnenplatz zur Thermoregulation dienen, aber auch als Rückzugsort währen der Nacht, als Schutz vor Feinden, während der Paarungszeit zur Eiablage und zur Überwinterung genutzt werden. Die Vegatation ist in der Regel spärlich.
Extrem steile Berghänge und übergroße Felsen und Steihänge von Canyons werden wegen der schlechten Klettereigenschaften genau so gemieden, wie Flächen mit losem, sandigem Substrat. Bevorzugt werden flache, der Sonne zugewandte Berghänge, Talsohlen, oft entlang der Großen Flusssysteme.

 

Terrarienhaltung

Terrariengröße
Crotaphytus benötigt ein möglichst großes Terrarium mit langgezogener Grundfläche, wobei die Höhe, solange sie 60cm nicht unterschreitet eher eine untergeordnete Rolle spielt. Größen, ab 120x60x60cm haben sich in der Praxis für die Paarweise Haltung bzw. Haltung eines Trios bewährt. Anstrebenswert sind Größen um die 200x80x80cm. Hier wird es jedoch mit zunehmender Größe immer schwieriger die für die Gattung hohen Haltungstemperaturen und die notwendige Beleuchtungsstärke mit einem moderaten Kostenaufwand zu erziehlen.  Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gibt 1997 im "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien" eine Mindestgröße des Terrarium von (6x4x4) x KRL für ein Pärchen Crotaphytus an. Bei einer zur Grunde gelegten Kopf-Rumpf-Länge von 10cm ergäbe sich  so eine Terrariengröße von 60x40x40 cm, bei einer Kopf-Rumpf-Länge von 12cm, eine Terrariengröße von 72x48x48 cm. Derartige Maße haben sich in der Praxis nicht bewährt. Die Angaben sollten diesbezüglich korrigiert werden.

Einrichtung
Um den natürlichen Anforderungen von Crotaphytus gerecht zu werden sollte die Einrichtung aus einem festem Boden (Steinplatten deren Zwischenräume mit Sand hartwerdendem Lehmsand aufgefüllt werden, selbst gefertigte Schaumstoffplatten, die mit Gips und Fassadenfarbe gestaltet werden) und einigen Felsbrocken bestehen. Unumgänglich sind für die Weibchen während der Eiablage je nach Anzahl der Tiere ein bis zwei Zonen die mit grabfähigem Substrat etwa eine Hand breit hoch aufgefüllt werden. Auch hier hat sich Lehmsand, aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften, nicht Einzustürzen, wenn Tunnel zur Eiablage in ihm gegraben werden als optimal bewährt. Die Substratschicht wird immer leicht feucht gehalten und mit Steinplatten einsturzsicher abgedeckt.

Deko und Pflanzen
Es hat sich bewährt, das Terrarium insgesamt nicht zu voll zu stellen. Natürlich sollte gerade Weibchen währen der Paarungszeit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten vor allzu aktiven Männchen vorfinden, dennoch sollte auch das Terrarium eher karg und spärlich, entsprechend der Natürlichen Umgebung eingerichtet sein. Echte Pflanzen haben oft aufgrund der teilweise extremen Hitze im Becken, und der oft honen Anzahl am freilaufenden Pflanzenfressenden Futtertieren wie Grillen und Heuschrecken kaum eine Chance mehr als wenige Wochen zu überstehen. Folglich sind Dekopflanzen, die heutzutage tauschend echt aussehen eine willkommene langlebige Alternative, auch wenn der Anschaffungspreis von Dekopflanzen oft recht hoch ist. Langfristig gesehen, sind Dekopflanzen eine gute Investition.

Beleuchtung
Die Beleuchtung ist neben der Temperatur der entscheidende Faktor bei der erfolgreichen Haltung und Nachzucht von Crotaphtus.

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